Über 9.000 Kon­takt­punk­te in einem Jahr. Men­schen, die auf unse­rer Web­site recher­chie­ren, unse­re Vide­os schau­en, den Pod­cast hören, Bei­trä­ge auf Lin­ke­din tei­len. Aber was genau bewegt sie? Die Ant­wor­ten zei­gen: Gewalt­prä­ven­ti­on ist kein Nischen­the­ma – son­dern ein gesell­schaft­li­ches Bedürf­nis.

War­um wird jemand gewalt­tä­tig?

Die­se Fra­ge treibt die Men­schen um. Unse­re Bun­des­wei­te Feld­stu­die zu Bezie­hungs­ge­walt ist der meist­be­such­te Inhalt auf izog.de. Das Gespräch War­um wer­den Men­schen zu Betrof­fe­nen? mit Vol­kert Ruhe vom Ver­ein „Gefan­ge­ne hel­fen Jugend­li­chen” zeigt: Es gibt ein ech­tes Inter­es­se an den Ursa­chen – nicht nur an den Fol­gen.

Jede Gewalt­tat ist eine bewuss­te Ent­schei­dung. Wer ver­steht, wie die­se Ent­schei­dun­gen ent­ste­hen, kann sie ver­hin­dern.

Früh­kind­li­che Prä­gun­gen und Gewalt­spi­ra­len

Das erfolg­reichs­te Video des Jah­res: Wel­che Rol­le spie­len früh­kind­li­che Prä­gun­gen? – das Gespräch mit Ruth Prie­se. Über 160 Men­schen haben zuge­hört. Die Bot­schaft: Gewalt wird oft wei­ter­ge­ge­ben, von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on. Aber die­ser Kreis­lauf lässt sich durch­bre­chen.

Femi­zi­de: Die töd­li­che Logik des Besitz­den­kens

Bei kei­nem The­ma ver­wei­len die Men­schen län­ger. Über 1,5 Minu­ten durch­schnitt­li­che Lese­zeit bei Arti­keln zu Femi­zi­den – das ist unge­wöhn­lich hoch.

Der gefähr­lichs­te Moment für Frau­en ist oft der, in dem sie gehen wol­len.” Die­ses Video wur­de fast 600 Mal ange­schaut. „Eh sie jeman­dem anders gehört, bring ich sie um” – die­ser Bei­trag zur Besitz­lo­gik hin­ter Femi­zi­den erreich­te die meis­ten Reak­tio­nen des Jah­res.

Die Men­schen ver­ste­hen: Femi­zi­de sind kei­ne Bezie­hungs­dra­men. Sie sind das Ergeb­nis einer bewuss­ten Ent­schei­dung.

Wenn Pop­kul­tur Gewalt roman­ti­siert

Every Breath You Take” – ein Ohr­wurm, den Mil­lio­nen als Lie­bes­lied ken­nen. Unser Bei­trag Wenn Pop­kul­tur Stal­king roman­ti­siert zeig­te: Was wir als roman­tisch ver­klä­ren, ist oft kon­trol­lie­ren­des Ver­hal­ten. Die Reak­ti­on war enorm – mehr Kom­men­ta­re und Shares als bei jedem ande­ren Bei­trag.

Gewalt­prä­ven­ti­on beginnt bei der Spra­che. Bei den Bil­dern, die wir nor­ma­li­sie­ren. Bei den Lie­dern, die wir mit­sin­gen.

Trans­for­ma­ti­on ist mög­lich

Turn Your Pain Into Power – das Gespräch zwi­schen Wieb­ke Wie­deck und Son­ja Howard gehört zu den meist­ge­se­he­nen Inhal­ten des Jah­res. Die Bot­schaft: Wer Gewalt erfah­ren hat, kann die­se Erfah­rung trans­for­mie­ren. Nicht als Betrof­fe­ner, son­dern als jemand, der aktiv eine gewalt­freie Zukunft gestal­tet.

Was das für 2026 bedeu­tet

Die Zah­len zei­gen: Das Inter­es­se an Gewalt­prä­ven­ti­on wächst. Men­schen suchen nach Ant­wor­ten – und sie fin­den sie bei IZOG. Unser Pod­cast wur­de von Spo­ti­fy als „auf­stre­ben­de Show” aus­ge­zeich­net, stär­ker gewach­sen als 58 % aller ande­ren Pod­casts. Die Bewer­tun­gen lie­gen höher als bei 75 % der Shows. Und unse­re Inhal­te wer­den über­durch­schnitt­lich oft geteilt.

Das macht Mut. Denn jede Per­son, die ver­steht, war­um Gewalt pas­siert, ist ein Schritt näher an einer Gesell­schaft, in der sie nicht mehr pas­siert.
Dan­ke an alle, die unse­re Arbeit ver­fol­gen, tei­len und unter­stüt­zen. 2026 wird das Jahr, in dem wir wei­ter­ma­chen – lau­ter, kla­rer, wirk­sa­mer.