Drei Worte an der Theke. Kein langes Erklären, kein Rechtfertigen. Einfach: „Ist Luisa hier?” – und das geschulte Personal weiß Bescheid. Die Frau bekommt einen sicheren Rückzugsort, ein Taxi, Unterstützung. So einfach kann Hilfe sein.

Die Kampagne „Luisa ist hier!” wurde 2016 vom Frauen-Notruf Münster ins Leben gerufen und ist mittlerweile in über 500 Lokalen, Clubs, Kulturzentren und Jugendeinrichtungen aktiv – in zahlreichen Städten in Deutschland und Österreich.

So funktioniert es: Eine Frau fühlt sich in einem teilnehmenden Lokal belästigt oder bedrängt. Sie fragt an der Theke: „Ist Luisa hier?” Das Personal erkennt den Hilferuf, bringt sie an einen geschützten Ort und bespricht mit ihr die nächsten Schritte – ob Taxi, Anruf bei Vertrauenspersonen oder die Polizei.

Warum wir als IZOG dieses Projekt vorstellen
„Ist Luisa hier?” ist ein starkes Werkzeug – und gleichzeitig ein Spiegel. Denn die Frage, die wir uns als Gesellschaft stellen müssen, lautet nicht nur: Wie schützen wir Betroffene? Sondern vor allem: Warum gibt es diese Situationen überhaupt?

Jede Belästigung, jeder Übergriff in einem Club oder einer Bar ist eine bewusste Entscheidung. Niemand „rutscht” in sexualisierte Gewalt hinein. Gewaltausübende Personen entscheiden sich aktiv dafür, Grenzen zu überschreiten – oft im Schutz von Dunkelheit, Lautstärke und Alkohol.

„Luisa ist hier!” setzt genau dort an, wo akute Hilfe nötig ist.

Was du tun kannst
Achte beim nächsten Abend in einer Bar, einem Club oder bei einer Veranstaltung auf die Aufkleber und Plakate der Kampagne. Sprich das Projekt in deinem Umfeld an. Mehr zur Kampagne: luisa-ist-hier.de