Nicht jede Gewalt hinterlässt blaue Flecken. Psychische Kontrolle, ökonomische Abhängigkeit, institutionelle Entwertung — was nicht geschlagen, aber systematisch gebrochen wird, bleibt viel zu oft unerkannt. Genau hier setzt Anja Krummeck mit ihrem Leitfaden an.
Worum es geht
Das Buch benennt, was in Familiengerichten, Jugendämtern und Beratungsstellen regelmäßig übersehen wird: Gaslighting, digitale Kontrolle, Nachtrennungsgewalt, Parentifizierung. Krummeck zeigt, wie gewaltausübende Personen subtile Muster nutzen — und wie Fachkräfte, Angehörige und Institutionen diese erkennen können, bevor es zu spät ist.
Dabei scheut sie auch die unbequeme Frage nicht: Wie tragen Behördenentscheidungen, fehlende Schutzkonzepte und stereotype Rollenzuschreibungen selbst zur Retraumatisierung bei?
Was das Buch bietet
Checklisten zur Risikoabschätzung, Dokumentationshilfen, Fallbeispiele und Leitfäden für traumasensible Gesprächsführung — direkt einsetzbar im Berufsalltag. Geschrieben für alle, die professionell oder persönlich mit Gewalt im sozialen Nahbereich zu tun haben: Sozialarbeitende, Fachkräfte in Jugendhilfe, Kita und Schule, Familienrichterinnen und Familienrichter, Psychologinnen und Psychologen, Polizei, Beratungsstellen — und engagierte Menschen im Umfeld.
Zum Buch
Anja Krummeck: Unsichtbare Gewalt gegen Mütter und Kinder. Strukturelle Gewalt erkennen, handeln und schützen — Ein Leitfaden für Fachkräfte und Nahestehende. PONARA Edition, 2025. 209 Seiten, Taschenbuch. ISBN 978-3-000-84616-8.